Zeitwort, Verb, Tunwort

Zeitwort, Verb und Tunwort sind drei Wörter für das Gleiche. Wörter wie „lesen“, „liest“, „gehen“, „gemacht“ sind Verben. Man erkennt sie daran, dass ihre Bedeutung etwas ist, das man tun kann.

Sie können in einer Zeit, z. B. der Vergangenheit („gemacht“) stehen. Daher kommt der Name Zeitwort.

Verben sind persönlich: Je nach Person (die etwas tut) verändert das Verb die Form. Deshalb heißt es „er geht“ aber „wir gehen“ („t“ und „en“ sind hier die persönlichen Endungen für 2. Person Einzahl bzw. 1. Person Mehrzahl).

Verben können endlich (finit) sein; sind sie das nicht, nennt man sie Infinitiv. Etwas nicht-finites wie ein Infinitiv (wie das „gehen“ in „nach Hause (zu) gehen wäre eine gute Idee“) hat keine Person, keine Zeit, keinen Aspekt und keinen Modus. Die Finitheit (also das, was beim Infinitiv fehlt) ist leicht zu erkennen: Steht ein Subjekt im Satz, ist das Prädikatsverb finit. Im Beispiel von oben hat „nach Hause gehen“ kein Subjekt. Eine finite Variante dieses Satzes von oben ist „dass du nach Hause gehst ist eine gute Idee“ (gehst ist wegen der Finitheit mit Person, Zeit usw. markiert und unterscheidet sich daher von der Infinitiv-Form „gehen“).

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